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Tram Steinhausen

Eine neue Anbindung in München Bogenhausen

Die räumliche, funktionale und gestalterische Integration der neuen Tramlinie in den bestehenden Stadt- und Straßenraum ist übergeordnetes Projektziel. Die neue Tramtrasse wird gestalterisch in die benachbarten Stadtviertel eingebunden und begrünt.

Im Verlauf der Einsteinstraße wird das Motiv des Straßenraums mit der beidseitigen Baumallee erhalten. Das Teilstück der Truderinger Straße bis zur Kreuzung Riedenburger Straße wird begleitend mit einer Baumreihe bepflanzt. Mit der Baumreihe entsteht ein angemessenes Pendant zur parkartigen Bepflanzung des gegenüberliegenden Entwicklungsquartiers Bogenhausener Tor.

Im Bereich der Truderinger Straße bis Anschütz-Kämpfe-Straße sind die Begrünungsmöglichkeiten aufgrund beengter Platzverhältnisse deutlich eingeschränkt. Baumneupflanzungen sind nicht möglich. Die Dammböschung oberhalb des „Anlaufbereichs“ der neuen Stützmauer wird zum DB-Areal hin begrünt. Eine Begrünung der Stützmauer ist hingegen aufgrund von wartungstechnischen Anforderungen der DB nicht möglich. Die stadtgestalterischen Probleme, die durch die Stützmauer verursacht werden, wurden eingehend betrachtet und abgewogen. Letztendlich gibt es allerdings keine Alternative zur Umsetzung der Stützmauer, da nur auf diesem Wege ausreichend Platz im Straßenraum für alle Verkehrsteilnehmer geschaffen wird und so eine dem Stand der Technik entsprechende Lösung umgesetzt werden kann.

Der weitere Verlauf der Tramstrecke bis zur Hultschiner Straße ist geprägt von einem sich aufweitenden Grünraum mit aufgeasteten Parkbäumen, räumlich gefasst von den flankierenden Böschungen. Der freilaufende Rechtsabbieger wird zurückgebaut und erweitert die großzügigen Wiesenflächen, um im größtmöglichen Umfang vor Ort den notwendigen Ausgleich für die Maßnahme herzustellen.

Im Auge der Tramwendeschleife entsteht durch eine leichte topographische Überhöhung des Geländes das Bild einer durch die Wiesenflächen gleitenden Trambahn. Ein in die leichte Überhöhung integrierter Fußweg führt von der Tram-Haltestelle „Berg am Laim“ in Richtung Zamilastraße. Zur Herstellung der Gleislage werden die Bodenmodellierungen abgetragen und der Baum- und Strauchbestand gerodet. Die Eingrünung der Böschung zwischen Buswendeschleife und DB-Areal wird mit Sträuchern wieder hergestellt. Östlich der Buswendeschleife, eingebettet zwischen zwei Strauchgruppen, entsteht eine Ruderalfläche als Ausgleichshabitat für Tagfalter und Heuschrecken.

Die Eingriffe in Natur und Landschaft für die gesamt Maßnahme werden im Rahmen des Landschaftspflegerischen Begleitplans dargestellt, bilanziert und im erforderlichen Umfang ausgeglichen.

Eckdaten

Projekt: Tram Steinhausen
Ort: München
Bauherr: Stadtwerke München GmbH
Auftraggeber: Stadtwerke München GmbH
Kooperation: Verkehrsplaner IB Schönenberg
Beginn: 2013
Fertigstellung: Landschaftsbauarbeiten bis Ende 2016
LPH: 1-8
Mitarbeit: Marco Klebel, Stephan Gentz
Weitere Infos: www.mvg.de



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